Appel du collectif pour le contre sommet de Biarritz - Pour l`Europe des Peuples

AUFRUF DES KOLLEKTIVS GEGEN DEN GIPFEL IN BIARRITZ

13. und 14. oktober 2000

 
 

In Biarritz hat sich ein Kollektiv gebildet, um eine gemeinsame Plattform zu erarbeiten und einen Gegngipfel anlässlich des Besuchs am 13. Und 14. Oktober der Staats- und Regierungschefs der europäischen Regierungen zu organisieren.

Dieses Kollektiv besteht aus den folgenden Organisationen :

Abertzaleen Batasuna, AC! Pays Basque, ATTAC Pays Basque, ATTAC 64, Coordination des Comités de soutien aux prisonniers Basques, CROC (Corrent Revolucinari OCcitan), Eraikizan, DAL Pays Basque, Haika, L.A.B, LCR Pays Basque, SUD PTT 64.

 

Der Gipfel der Staats-und Regierungschefs in Nizza behandelt die Frage der Institutionen und dem Sozialen in Europa. Der Gipfel in Biarritz am 13. Und 14. Oktober arbeitet die Tagesordnung für den Gipfel in Nizza aus.

Bei den vorigen Gipfeln in Amsterdam,Köln und Lissabon gab es starke Mobilisierungen, denn Europa baut sich heute auf, indem es verstÄrkt den Liberalismus fördert und dadurch die fondamentalen Bedürfnisse der Bevölkerung missachtet. Die Gründe unserer Mibilisierung für einen Gegengipfel in Biarritz
 
 

DIE WELT IST KEINE HANDELSWARE UND EUROPA AUCH NICHT !

 
 

Wir fordern ein wirklich soziales Europa :

Das heutige Europa ist ein Europa der sozialen Dereglementierung, Abschaffung der Errungenschaften, Privatisierung des öffentlichen Bereichs und die Unterordnung sozialer Kriterien unter Handelsgesetze.

Das soziale Europa, das wir wollen, ist ein Europa :

- frei von Arbeitslosigkeit, Entlassungen, beruflicher Unsicherheit und Flexibilität

- das allen Einwohnern einen echten sozialen Schutz garantiert

- mit einem öffentlichen Service der den sozialen Anforderungen der Bevölkerung nachkommt (Gesundheit, Bildung, Wohnung, Wasser, Energie, Transport…)

- das einen angemessenen Arbeitslohn garantiert

 

Wir fordern ein umweltfreundliches Europa :

Die « Erika » Katastrophe, die europäische Leitlinie den Beschluss des Verbots von genmanipulierten Anbauten aufzuheben,das Vorhandensein von genmanipuliertem Mais in herkömmlichen aus den USA importierten Maissorten, die in Süd-West Frankreich gesämt wurden, zeigen die Zerstörung der Umwelt unter der Europa leidet.

Wir fordern, dass Europa

- rechtlich den Schutz vor GMO und vor Nahrungsmitteleinfuhr, Schutz vor Handel mit Leben (DNA) respektiert

- von dem umweltzerstörerischen Produktivismus befreit wird (Transport,Agrarwirtschaft,Energie,etc. …) Es muss eine öffentliche Debatte entfacht werden, über Umweltnormen und vor allem über verschiedene Möglichkeiten der Energieversorgung ;

- eine ausgewogene Gebietserschliessung (ausgestorbene Dörfer, übervölkerte Stadtgebiete)

 

Wir fordern ein Europa, dass die grundlegenden Rechte des individuellen Menschen und die kollektiven Freiheiten respektiert.

Im Zeitalter der Weltwirtschaft wird alles frei befördert…ausser der Menschen. Europa respektiert nicht die Asylrechte.In zahlreichen Firmen werden die Freiheiten der Gewerkschaften missachtet. Offizielle Nachforschungen haben in Frankreich bewiesen, dass die Bedingungen in den Gefängnissen unzumutbar sind. Die Mobilisierungen im Baskenland für baskische Gefangene haben die Zerstreuungspolitik der Gefangenen, indem man sie weit entfernt von ihren Familien gefangenhält, an den Tag gebracht.

Wir beantragen :

- die Verbesserung der Bedingungen in den Gefängnissen und die Verlegung der Gefangenen in die Nähe ihrer Familien ;

- die Regularisierung von Menschen, die keine offiziellen Papiere haben ;

- Wahlrecht für Ausländer

- erweiterte Rechte für Gewerkschaften

- Durchführung der Gesetzgebung gegen Rassismus und Sexismus

Wir fordern ein demokratisches Europa, ein Europa der Völker.

Die europäischen Völker haben ein Anrecht auf dei Weiterentwicklung ihrer minoritären Kulturen,darauf, dass ihre Sprache offiziell anerkannt wird.

Die Reform der europäischen Institutionen wird momentan innerhalb der europäischen Union debattiert. Europa ist bis heute ohne systematische Befragung der Völker und hinter deren Rücken entwickelt worden.

Für uns muss Europa für seine Bewohner dasein. Die Völker haben ein Recht darauf sich selbst zu bestimmen und ihre Zukunft so zu gestalten, wie sie es möchten. Sie sind es und nicht alleine die Staatschefs, die demokratisch über die Beziehungen, die sie auf europäischer Ebenen untereinander haben wollen, entscheiden sollen.

Wir fordern ein Europa, dass solidarisch mit den ärmeren Völkern ist.

Auf der Erde besitzen heute 200 Personen genausoviel wie 2 einhalb Milliarden Menschen; das Elend breitet sich nicht nur im Süden und Osten aus, sondern auch in den reichen Ländern.

Jedes Land hat das Recht sich auf seine selbstgewählte Art zu entwickeln und darin unterstützt zu werden. Um die Ungleichheiten zu verringern, fordern wir :

- die Aufhebung der Schulden der 3.Welt

- die Tobin-Steuer (Steuer auf Börsenhandel) und die Aufhebung der Steuerparadiese

- Transparenz und Kontrolle der weltweiten Organisationen (WMF, WCO, etc….)

- Den Zutritt aller Länder zur europäischen Union, die eintreten möchten, ohne dass ein Europa zweiter Klasse entsteht.

- Kostenlose Gesundheitspflege und Schulbildung

 

Diese Plattform wird unterstützt von :

AC! National, APEIS, ATTAC 64, CDDHPB, C.E.S.P.R.I.M.E.R. Pays Basque, CFDT Banques, DAL National, ELB, Gauche Socialiste République Sociale, Gestoras Pro Amnistia, Herri Topa, LCR, Les Marches Européennes, M.E.I, MNCP, les VERT, SUD PTT National.

 

Contacter le collectif :

Collectif Contre le Sommet de Biarritz
Local d'AC! Pays Basque
11 rue Pannecau 64100 Bayonne

Email : ac.pays.basque@wanadoo.fr

Tél. & Fax  :  05 59 257 962

| Empfang | Aufruf | Verbindung Kalender |